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Ute Geist
Dipl. Sozialpädagogin (FH)
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Wissens- und Nachdenkenswertes - Februar 2021

"Ich möchte auch mit Tieren arbeiten" - dieser Satz begegnet mir sehr häufig, wenn ich mit meinen tierischen Kollegen unterwegs bin. Ebenso oft höre ich "da kann ich meinen Hund, meinen Hasen ja auch mit auf Arbeit bringen, die mögen Menschen auch".

Dann überlege ich, ob und vor allem, was ich wie dazu sage.

Tiergestützte Arbeit ist nicht einfach ein Tier mitbringen, es auf den Schoß der Menschen setzen, es streicheln lassen. Genauso wenig wie nicht jeder Mensch, der ein Instrument spielen kann, geeignet ist, in einem Orchester mitzuspielen oder nicht jeder, der gern fotografiert, ein Fotograf ist, der Menschen, Tiere, Natur usw. gut in Szene setzen kann so ist auch nicht jeder, der ein Tier hat oder Tiere liebt, geeignet, tiergestützte Arbeit anzubieten und durchzuführen. Neben der Liebe zu Mensch und Tier, der Achtung und dem Respekt vor beiden gehört auch eine gehörige Portion Wissen dazu. Das kann ich mir sicher teilweise selbst zuhause aneignen, ausreichend ist das jedoch nicht. Auch jemand, der gut massieren kann und viel Wissen über Gesundheit und Krankheit, körperliche und psychische Besonderheiten des Menschen hat, sollte eine entsprechende Ausbildung zum Physiotherapeuten, Ergotherapeuten usw. machen ehe er auf die Menschen losgelassen wird. Bei tiergestützter Arbeit sehen das viele anders.

Gerade dabei hat man eine doppelte Verantwortung, sowohl für Menschen als auch für die Tiere. Somit braucht es nicht nur Gespür für beide, sondern auch Wissen und entsprechende Kenntnisse.

Durch die Vielfalt der tiergestützten Arbeit und die vielen unterschiedlichen Grundberufe kann man leider keine eindeutige Berufsbezeichnung finden. Die Mitarbeiter der Einrichtungen, die ich besuche, nennen mich meist Tiertherapeutin oder "die Frau mit den Tieren" oder auch die Hühnerfrau oder Hasen-Ute. Das ist für mich o.k., denn sie erleben ja auch, dass mehr dazu gehört, als einfach nur Tiere mitzubringen.

Meine Ausbildung war eine sehr umfangreiche, kosten- und zeitintensiv, nebenberuflich, anspruchsvoll - und für mich nach wie vor interessant, spannend, lehrreich und unbedingt notwendig für ein qualitativ gute tiergestützte Arbeit.

220 Ausbildungsstunden in Theorie und Praxis, zwei Blockwochen, Hospitationen, eine schriftliche sehr umfangreiche Hausarbeit und die mündliche Prüfung, am Ende die Zertifizierung durch die ISAAT, die International Society for Animal Assisted Therapie. Jährliche Weiterbildungen sind selbstverständlich, der Sachkundenachweis §11 beim zuständigen Veterinäramt ebenso.

Unter der Rubrik "Wissenswertes" habe ich Informationen zum Bundesverband Tiergestütze Intervention e.V. veröffentlicht. Tiergestützte Interventionen mit Respekt für Mensch und Tier - Qualitätssicherung und Selbstverpflichtung in der tiergestützten Arbeit - nähere Infos dazu finden Sie in o.g. Rubrik.

Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie mich gern an.

Auf Facebook veröffentliche ich etwas häufiger Neuigkeiten und Infos zu meiner Arbeit mit den Tieren. https://www.facebook.com/MenschTierBegegnung oder einfach Tiergestützte Therapie und Pädagogik Ute Geist.

Und nun wünsche ich Ihnen und euch viel Freude an und auf meiner Homepage.